The Forgotten Arcana Lost Place Tarot

Zweiundzwanzig verlassene Orte, und jeder stellt dir eine Frage

Die großen Tarotkarten, neu erzählt als Zirkuswagen, Leuchtturm und Glashaus. Kein Blick in die Zukunft, sondern ein Spiegel für das, was längst in dir wohnt.

Ein bemalter Zirkuswagen steht verlassen zwischen weißen Blüten, davor wartet eine Katze.

Vorwort

Bevor du eintrittst

Klassische Tarotkarten zeigen den großen Moment. In diesem Buch findest du, was danach bleibt: den leeren Thron, die stille Glocke, die Kerze, die noch brennt, obwohl niemand mehr da ist.

Blättere ganz langsam durch diese Seiten. Wenn dich ein Bild festhält, bleib einen Moment bei ihm und nimm dir seine Frage mit in dein Journal. Hier geht es nicht um einen Blick in die Zukunft. Die Karten sind ein Spiegel für das, was längst in dir wohnt.

Durch viele Orte streift eine Katze. Sie kennt die Wege, folge ihr ruhig.

Der Narr: Der Zirkus ist längst weitergezogen, nur der bemalte Wagen steht noch zwischen weißen Blüten, und eine Katze wartet davor, als kenne sie den Weg.

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Der Narr

Der Zirkus ist längst weitergezogen, nur der bemalte Wagen steht noch zwischen weißen Blüten, und eine Katze wartet davor, als kenne sie den Weg.

Für dein Journal

Welchen Schlüssel halte ich schon in der Hand, traue mich aber noch nicht, ihn umzudrehen?

Zu diesem Ort gibt es ein ganzes Journal für dich.

Der Magier: In der verlassenen Kapelle stehen ein Kelch und eine Münze auf dem Altar, daneben liegen ein Schwert und ein Stab, als hätte jemand den Raum nur kurz verlassen.

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Der Magier

In der verlassenen Kapelle stehen ein Kelch und eine Münze auf dem Altar, daneben liegen ein Schwert und ein Stab, als hätte jemand den Raum nur kurz verlassen.

Für dein Journal

Welche Fähigkeit von mir liegt gerade ungenutzt herum, wie Werkzeug auf einem verlassenen Altar?

Zu diesem Ort gibt es ein Journal für sieben Tage: Der Magier · Die Werkstatt.

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Die Hohepriesterin: Der Winter ist durch die zerbrochenen Fenster in die Bibliothek gekommen, und doch brennt die Kerze vor der Wand, die ihr Wissen nur leise preisgibt.

II

Die Hohepriesterin

Der Winter ist durch die zerbrochenen Fenster in die Bibliothek gekommen, und doch brennt die Kerze vor der Wand, die ihr Wissen nur leise preisgibt.

Für dein Journal

Welche Wahrheit über mich selbst kenne ich längst und wage sie noch nicht anzuschauen?

Die Herrscherin: Niemand hat die Rosen gepflanzt, die über den verlassenen Thron wachsen, und niemand hat sie je gegossen.

III

Die Herrscherin

Niemand hat die Rosen gepflanzt, die über den verlassenen Thron wachsen, und niemand hat sie je gegossen.

Für dein Journal

Was würde in meinem Leben blühen, wenn ich aufhörte, es zu kontrollieren?

Der Herrscher: Im steinernen Thronsaal sitzt kein König mehr, und trotzdem fällt das Licht so auf den leeren Thron, als wüsste der Raum genau, wer hier entscheidet.

IV

Der Herrscher

Im steinernen Thronsaal sitzt kein König mehr, und trotzdem fällt das Licht so auf den leeren Thron, als wüsste der Raum genau, wer hier entscheidet.

Für dein Journal

Wo warte ich noch auf Erlaubnis, obwohl die Entscheidung längst meine ist?

Der Hierophant: Im verlassenen Flur lehnt ein altes Bildnis an der Wand, und im Staub zu seinen Füßen zeichnet sich ein Muster ab, das niemand mehr erklärt.

V

Der Hierophant

Im verlassenen Flur lehnt ein altes Bildnis an der Wand, und im Staub zu seinen Füßen zeichnet sich ein Muster ab, das niemand mehr erklärt.

Für dein Journal

Welchem überlieferten Wissen vertraue ich, und wo höre ich inzwischen auch auf meine eigene Stimme?

Die Liebenden: Die Bänke der Kapelle sind leer, doch unter den rosafarbenen Fenstern liegen noch Blütenblätter, als hätte der Raum sein Versprechen nie vergessen.

VI

Die Liebenden

Die Bänke der Kapelle sind leer, doch unter den rosafarbenen Fenstern liegen noch Blütenblätter, als hätte der Raum sein Versprechen nie vergessen.

Für dein Journal

Welches Versprechen habe ich mir selbst einmal gegeben, und halte ich es noch?

Der Wagen: Die Kutsche steht still in der verlassenen Glashalle, Moos wächst über ihr Dach, und das Licht fällt schräg durch die gebrochenen Scheiben.

VII

Der Wagen

Die Kutsche steht still in der verlassenen Glashalle, Moos wächst über ihr Dach, und das Licht fällt schräg durch die gebrochenen Scheiben.

Für dein Journal

Wo halte ich gerade die Zügel so fest, dass kein Raum mehr für das Unerwartete bleibt?

Die Kraft: Unter der goldenen Decke des verlassenen Saals hängt ein Unendlichkeitszeichen aus Rosen, und es hält ganz ohne Anstrengung.

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Die Kraft

Unter der goldenen Decke des verlassenen Saals hängt ein Unendlichkeitszeichen aus Rosen, und es hält ganz ohne Anstrengung.

Für dein Journal

Wo verbrauche ich Energie damit, stark zu wirken, anstatt es einfach zu sein?

Der Eremit: Der Leuchtturm steht auf seinem Felsen wie eine kleine Burg, und die Katze auf dem Pfad weiß, dass sein Licht auch im Nebel nicht erlischt.

IX

Der Eremit

Der Leuchtturm steht auf seinem Felsen wie eine kleine Burg, und die Katze auf dem Pfad weiß, dass sein Licht auch im Nebel nicht erlischt.

Für dein Journal

Welche Frage in mir wartet darauf, dass ich endlich still genug bin, sie zu hören?

Das Rad: Auf dem verlassenen Jahrmarkt blühen Wildblumen zwischen den Ständen, und das Riesenrad steht still, während unter ihm alles weiterwächst.

X

Das Rad

Auf dem verlassenen Jahrmarkt blühen Wildblumen zwischen den Ständen, und das Riesenrad steht still, während unter ihm alles weiterwächst.

Für dein Journal

Wo versuche ich, das Rad anzuhalten, anstatt mit ihm zu fahren?

Die Gerechtigkeit: Die Waage steht noch auf dem Tisch im leeren Gerichtssaal, und der rote Samtmantel hängt an seinem Platz, obwohl ihn niemand mehr trägt.

XI

Die Gerechtigkeit

Die Waage steht noch auf dem Tisch im leeren Gerichtssaal, und der rote Samtmantel hängt an seinem Platz, obwohl ihn niemand mehr trägt.

Für dein Journal

Für welche alte Entscheidung verurteile ich mich immer noch, obwohl ich damals das Beste getan habe, was ich konnte?

Der Gehängte: Über den stillen Fluss führt eine Brücke, die keinen Zug mehr trägt, und das Seil darunter hängt ruhig im Abendlicht.

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Der Gehängte

Über den stillen Fluss führt eine Brücke, die keinen Zug mehr trägt, und das Seil darunter hängt ruhig im Abendlicht.

Für dein Journal

Welche Pause habe ich mir viel zu lange verweigert?

Der Tod: Im Glashaus hat sich die Natur alles zurückgeholt, Wasser steht zwischen den Steinen, und durch die offene Tür fällt warmes Licht.

XIII

Der Tod

Im Glashaus hat sich die Natur alles zurückgeholt, Wasser steht zwischen den Steinen, und durch die offene Tür fällt warmes Licht.

Für dein Journal

Was in meinem Leben ist bereit zu enden, auch wenn ich mich noch nicht traue, es ziehen zu lassen?

Die Mäßigkeit: Der steinerne Engel gießt Wasser von einem Gefäß ins andere, Schluck für Schluck, in einer Halle, in der sonst niemand mehr wartet.

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Die Mäßigkeit

Der steinerne Engel gießt Wasser von einem Gefäß ins andere, Schluck für Schluck, in einer Halle, in der sonst niemand mehr wartet.

Für dein Journal

An welcher Stelle darf Heilung langsam sein, während ich trotzdem geduldig mit mir bleibe?

Der Teufel: Die Schmiede ist längst erkaltet und das Zeichen im Stein verwittert, und trotzdem brennen die Kerzen, als warteten sie auf jemanden mit einem Schlüssel.

XV

Der Teufel

Die Schmiede ist längst erkaltet und das Zeichen im Stein verwittert, und trotzdem brennen die Kerzen, als warteten sie auf jemanden mit einem Schlüssel.

Für dein Journal

Welche alte Geschichte über mich hält mich noch fest, obwohl ich sie längst loslassen dürfte?

Der Turm: Der Turm steht unter einem schweren Himmel, und durch sein offenes Tor sieht man schon den Weg, der hinter den Trümmern weiterführt.

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Der Turm

Der Turm steht unter einem schweren Himmel, und durch sein offenes Tor sieht man schon den Weg, der hinter den Trümmern weiterführt.

Für dein Journal

Welcher Einschlag in meinem Leben hat im Rückblick Raum für etwas Wundervolles gemacht?

Der Stern: Das Dach der Sternwarte ist offen, niemand hat das Teleskop mehr berührt, und trotzdem leuchtet über allem ein einzelner Stern.

XVII

Der Stern

Das Dach der Sternwarte ist offen, niemand hat das Teleskop mehr berührt, und trotzdem leuchtet über allem ein einzelner Stern.

Für dein Journal

Was wäre, wenn das, was ich an anderen bewundere, längst in mir selbst wartet?

Der Mond: Im verwilderten Garten liegt ein Hund still am Brunnen, während ein Wolf den Vollmond anheult, und beide gehören in dieselbe Nacht.

XVIII

Der Mond

Im verwilderten Garten liegt ein Hund still am Brunnen, während ein Wolf den Vollmond anheult, und beide gehören in dieselbe Nacht.

Für dein Journal

Was möchte gerade aus meiner Tiefe auftauchen, wenn ich ehrlich hinschaue?

Die Sonne: Auf der verlassenen Terrasse liest niemand mehr die Zeit von der alten Sonnenuhr ab, und doch wandert ihr Schatten jeden Tag weiter.

XIX

Die Sonne

Auf der verlassenen Terrasse liest niemand mehr die Zeit von der alten Sonnenuhr ab, und doch wandert ihr Schatten jeden Tag weiter.

Für dein Journal

Wann habe ich zuletzt Freude gespürt, ohne dass ich dafür etwas geleistet habe?

Das Gericht: Der Wald hat sich die alte Kirche zurückgeholt, und die Glocke liegt halb in der Erde, als hätte jemand versucht, sie zum Schweigen zu bringen.

XX

Das Gericht

Der Wald hat sich die alte Kirche zurückgeholt, und die Glocke liegt halb in der Erde, als hätte jemand versucht, sie zum Schweigen zu bringen.

Für dein Journal

Was in mir hat lange geschwiegen und meldet sich gerade wieder?

Die Welt: Unter der geborstenen Glaskuppel steht die Statue in einem goldenen Kreis, und das Licht fällt in breiten Streifen auf den Marmorboden.

XXI

Die Welt

Unter der geborstenen Glaskuppel steht die Statue in einem goldenen Kreis, und das Licht fällt in breiten Streifen auf den Marmorboden.

Für dein Journal

In welchen ganz konkreten Momenten fühle ich mich wirklich angekommen, nicht irgendwann, sondern jetzt?

Nachwort

Du bist durch alle Orte gegangen

Vielleicht hat dich eine Frage nicht mehr losgelassen. Dann lade ich dich ein, den Weg schreibend zu gehen. Der erste Ort ist offen für dich.

Titelseite des Journals „Der Narr · Die Schwelle“ mit dem verlassenen Zirkuswagen zwischen weißen Rosen.

Der erste Ort ist offen für dich

Der Narr · Die Schwelle

Ein Journal für sieben Tage, für alle, die spüren, dass etwas beginnen will. Auf 46 Seiten entdeckst du jeden Tag ein Stück vom Bild, bekommst eine Frage zum Aufschreiben und ein kleines Ritual für deinen Alltag. Am Ende wartet ein Mandala zum Ausmalen auf dich.

Titelseite des Journals „Der Magier · Die Werkstatt“ mit der verlassenen Kapelle im Abendlicht.

Der zweite Ort · Woche 2 von 22

Der Magier · Die Werkstatt

Du bist losgegangen, und jetzt fragst du dich leise, womit du das eigentlich schaffen sollst. In der verlassenen Kapelle stehen Kelch und Münze auf dem Altar, daneben liegen Schwert und Stab. Sieben Tage lang entdeckst du, dass du nicht mit leeren Händen unterwegs bist.

45 Seiten zum Ausdrucken oder für dein Tablet, mit Leitfragen, kleinen Ritualen, deinem eigenen Werkzeugkasten und einem Mandala. Du kannst auch ohne den Narren direkt hier einsteigen.

12 €

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inkl. MwSt. · Kauf, Rechnung und Download über CopeCart. Nach dem Kauf bekommst du den Download sofort.

Die Reise

Zwei Wege, und beide sind richtig

Zu jedem der zweiundzwanzig Orte entsteht ein eigenes Journal für eine Woche. Du kannst den ganzen Weg gehen, vom Narren bis in die Halle der Welt, und am Ende liegt in deinem Ordner ein ganzes Buch über dich.

Oder du folgst dem Bild, das dich gerade ruft. Jedes Journal lässt sich für sich allein bearbeiten.

Der Magier ist schon da, die weiteren Journale erscheinen nach und nach. Wer den Narren bei sich hat, erfährt als Erste davon.

Inhalt